Die Geschichte Heessens

Steinzeit & frühes Mittelalter

Jungsteinzeit
Funde von Steinbeilen, erste Besiedlung
775
Erste Erwähnung Westfalens in den fränkischen Reichsannalen
975
Erste urkundliche Erwähnung Heessens
Der Hammer Stadtteil Heessen wurde erstmals im Jahr 975 unter dem Namen „Hesnon“ urkundlich erwähnt. In einer Urkunde bestätigte Kaiser Otto II. dem Stift Essen den Besitz in mehreren Gebieten, darunter auch Heessen.

Spätmittelalter

ca. 1400
Erste Erwähnung von 3 Höfen "to Broke"
Im Jahr 1486 wurden erstmals drei Höfe mit dem Namen „to Broke“ in Heessen urkundlich erwähnt. Sie lagen im Bereich der heutigen Straße Am Brockhof.
1440
Dietrich von der Recke baut Schloss Heessen als Herrensitz im gotischen Stil
1498
271 Erweiterungen auf ca. 60 Höfen
1514
Erste Annenkapelle wird gebaut : Leprosenort
1546
Lippemühle wird gebaut
Die Lippemühle in Heessen, existiert heute nicht mehr. An ihrer Stelle befindet sich das Wohngebiet "Schlossmühle Heessen", benannt nach der historischen Mühle. Zwar ist das Gebäude verschwunden, doch der Name lebt in der Gegend weiter.

Frühe Neuzeit

1618-1648
Zerstörung Heessen im Dreißigjährigen Kriegs
Während des Krieges zogen mehrere Kriegsvölker plündernd und brandschatzend durch Heessen. Von 60 Hofstellen lagen 33 Höfe wüst, auch der Brokhof.
1654
Erste Schule in Heessen
Pastor Christian Kegenhoff gründet die erste Schule in Heessen, Bernhard Harding wird erster Schulmeister.
1667
Umbau des Torbogenhauses von Oberwerries
1685-1692
Errichtung von Schloss Oberwerries
Durch Freifrau Maria-Ida von Beverförde
1728
Annenkapelle
Der 8-eckige Ziegelbau, wie er heute noch zu sehen ist, wird errichtet.
1748
Gebäudebau
Eine Scheune mit Wohnung wird errichtet, heute bekannt als Knappenheim (ältestes erhaltene Gebäude Heessens).

Aufklärung & Industrialisierung

1782
Schloss Heessen wird dreiflügeliger klassizistischer Herrensitz,
1785-1952
Schloss Oberwerries steht leer
1795
Schule in Frielick wird eröffnet
1802
Heessen kommt unter preußische Herrschaft
1806
Bau des jetzigen Brokhofs
Das alte Haus ist niedergebrannt.
1807
Tilsiter Frieden
Heessen unter Herrschaft der Franzosen, Gut Killwinkel war Amtssitz der Mairie Heessen.
1839
Bau des Bayrischen Kellers
Seit 1841
Verwaltungseinordnung
Heessen gehört mit Dolberg und Alt- und Neuahlen zum Amt Ahlen.
1845
Ausbau der Dolberger Staße
1847
Erster Dampfzug der Köln-Mindener Eisenbahn fährt durch Heessen
Ab 1858
Heessen ist eigenes Amt
1848-1851
Poststation in der Westfalenschänke
1863
Alte Kirche wird wegen Baufälligkeit geschlossen
Gottesdienste finden im Freien statt
1875
Backhaus wird gebaut
1876
Kirche wird in heutiger Form gebaut
Allerdings noch ohne Türme
1884
Bau der Knabenschule
1891
Heessen bekommt eine Haltestelle für die Eisenbahn
1904
Bau der Mädchenschule

Zeit der Weltkriege

1905-1970
Ringofenziegelei Beumer
1905-1908
Dietrich von Böselager baut das Schloss in seiner heutigen Form
1912
Erstes Abteufen der Zeche Sachsen
1913
Genehmigung einer Krankenstation im Bernadusstift am Reinenhof
1912-1913
Bau der „Alten Kolonie“
Eine historische Arbeitersiedlung mit typischen Backsteinhäusern, die das Ortsbild bis heute prägt.
1914
Vorsehungsschwestern ziehen in Bernadusstift
1915
Bau des Heessener Rathaus
Der Sitz des Amtes wird nach Heessen verlegt.
1916-1920
Bau der "Neuen Kolonie"
Liegt westlich des ehemaligen Zechengeländes und umfasst etwa 600 Wohnungen. Die Siedlung wurde nach dem Gartenstadtprinzip geplant, mit großzügigen Gärten zur Selbstversorgung und einer durchgrünten Struktur.
Bockelwegschule in ehem. Gastwirtschaft Meyer
In dem umgenutzten Gebäude wurden vorübergehend Klassenräume eingerichtet, um dem wachsenden Bedarf an Schulplätzen in Heessen gerecht zu werden.
Bockelwegschule in ehem. Gastwirtschaft Meyer
In dem umgenutzten Gebäude wurden vorübergehend Klassenräume eingerichtet, um dem wachsenden Bedarf an Schulplätzen in Heessen gerecht zu werden.
1920-1921
Bau des "Vogelsang"
Eine historische Bergarbeitersiedlung in Heessen, die zur Zeche Sachsen gehörte. Sie zeichnet sich durch ihre einheitliche Bauweise und die getrennt liegenden Gärten aus.
1921
Heessen wird selbstständige Gemeinde
1924
Gründung der Waldbühne
1924
Gründung des Heimatvereins Heessen
1925
Schwesternhaus an Üdinghoffstraße mit 40 Ordensschwestern der göttlichen Vorsehung
Die Schwestern engagierten sich in der Erziehung und Krankenpflege.
1932
Stilllegung der Zeche droht
Belegschaft 1700
1933
Brokhof wird an Gemeinde verkauft
1934
Heessen wird amtsfreie Gemeinde
1937
Neue Bockelwegschule

Kalter Krieg und deutsche Teilung

1957
Das Schloss Heessen wird Gymnasium und Internat
1961
Bau der Realschule Heessen
1962
Bockelwegschule wird Martin-Luther-Schule
1963
Grundsteinlegung der Barbaraklinik
1964
Heessen wird zur Stadt
1967
Barbaraklinik nimmt Arbeit auf
Die Schwestern der Göttlichen Vorsehung maßgeblich in die Pflege und Leitung des Krankenhauses eingebunden wurden. Gleichzeitig verließen die Schwestern das Bernadusstift, um ihren neuen Aufgaben in der Klinik nachzukommen.
1969
Kappenbuschschule wird eröffnet
1972
Schwesternstation St. Josef wird aufgelöst
1975
Heessen wird Stadtbezirk
Gehört ab dem Zeitpunkt zur Großstadt Hamm
1976
Schließung der Zeche
1994
Heimatverein richtet in der oberen Etage ein Heimatmuseum für alle Bürger ein
Das Heimatmuseum zeigt Exponate zur Geschichte des Stadtteils, insbesondere zu den Themen Kirche, Handwerk und Bergbau.

Wiedervereinigung – Globales Zeitalter

1994
Heimatverein richtet in der oberen Etage ein Heimatmuseum für alle Bürger ein
Das Heimatmuseum zeigt Exponate zur Geschichte des Stadtteils, insbesondere zu den Themen Kirche, Handwerk und Bergbau.
1997
Bootshaus brennt ab
2004
Eröffnung Hospiz "Am rotem Läppchen"
2022
Brokhof wird renoviert
2023
Brokhof wird wiedereröffnet
2023
Heimatmuseum wandert ins Magazin zwecks Renovierung der Räume
2023
Vorsehungsschwestern verlassen Barbaraklinik und Heessen
Nach 56 Jahren verließen die letzten fünf Vorsehungsschwestern 2023 die St. Barbara-Klinik in Hamm-Heessen, wo sie seit 1967 in Pflege und Liturgie tätig waren.