Heessener Ortsgeschichte in Bildern und Bänden

Ohne unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie regionalen Forschern wären viele kulturelle Umsetzungen gar nicht machbar. Und dabei geht es nicht allein um Veranstaltungen oder Besichtigungen im regionalen Kontext, sondern der Heimatverein Heessen e.V. unterstützt ebenfalls literarische Projekte zur Ortsgeschichte. So zum Beispiel Klaus Rübesamen, der ein neues Werk zum Schloss Heessen fast vollendet hat und auf die baldige Veröffentlichung wartet. In diesem Artikel stellt sich der Heimatforscher kurz vor:

 

Die Vita von Klaus Rübesamen.

In Recklinghausen-Hochlarmark geboren, habe ich nach dem Studium in Münster und einer Reihe von befristeten Unterrichtstätigkeiten und Kettenverträgen endlich in Heessen eine Festanstellung als Kunst- und Geschichtslehrer gefunden. Seit 2005 bin ich am Ort ansässig. Wenn ich beschreiben soll, wie mir die hiesige Lokalgeschichte zu einem Schwerpunkt meiner Arbeiten wurde, kommt als erstes die Atmosphäre des alten Schlosses ins Spiel, wo in meinem Geburtsjahr das Landschulheim gegründet wurde. Das Gelände der ehemaligen Wasserburg fasziniert. 2008 hat meine Kollegin Jutta Berger hier eine – bis heute aktive – Arbeitsgruppe gegründet, in der sich Schülerinnen und Schüler unter pädagogischer Begleitung zunächst mit der Erforschung einer noch weitgehend ungeschriebenen Vergangenheit von Haus Heessen befasst haben und seitdem die Ermittlungsergebnisse erweitern und in szenischen Aufführungen präsentieren.

2012 hatte ich unter dem Titel „Spurensuche“ eine erste, kurze Bestandsaufnahme der aus 650 Jahren erhaltenen baulichen Überreste in der Gestalt des Gebäudes verfasst. Das Büchlein wurde zur Grundlage der Monografie „Schloss Heessen – Anatomie und Biografie eines westfälischen Herrenhauses“. Die umfangreiche Darstellung der Baugeschichte soll mit Unterstützung des Heimatvereins Heessen im agenda Verlag Münster erscheinen. 2024 war hier bereits als Band 1 einer Publikationsreihe zur Regionalgeschichte eine Studie zur spätmittelalterlichen Landwehr des Kirchdorfs Heessen veröffentlicht worden. Zur Buchvorstellung wird im Brokhof ein Modell der Schlossanlage im Zustand des 19. Jahrhunderts zu sehen sein, das in Teilen noch aus einem Holzwerkstattkurs am Gymnasium Schloss Heessen stammt.

Am 15. November wird die Ausstellung „Schmuddelkinder“ mit Malerei der letzten 50 Jahre in der Stadthausgalerie Hamm eröffnet. 2028 soll zum 300-jährigen Gründungsjubiläum der Kapelle ein Band „St. Anna am Roten Läppchen“ folgen.

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